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Carl-von-Ossietzky-Oberschule mit angegliederter Primarstufe
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Donnerstag, 21. Juni 2018 - 10:37 Uhr

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Kreative Schulhofgestaltung 2010

IOS Projekt „Kreative Schulhofgestaltung“ 2010

Die kreative Schulhofgestaltung richtete sich an Mädchen und Jungen gleichermaßen. Die Schülerinnen und Schüler sollten unter fachlicher Anleitung eines Künstlers ihren täglichen Lebensraum verschönern. Dazu wurden die maroden Sitzgelegenheiten ausgewählt, die einer innovativen Veränderung bedürften.

Folgende Ziele verfolgte das Projekt?

I. Ausprägung und Entwicklung von Schlüsselkompetenzen: Für die bevorstehende Ausbildung ist es erforderlich, die Wahrnehmungs-, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit sowie die Fähigkeit zu sozialer Verantwortung als Grundkompetenzen zu entwickeln.

II. Förderung eines angenehmen Miteinander im Schulklima durch gemeinsames Bauen: Das Projekt folgt dem pädagogischen Ansatz des Praxislernens. Hierbei verbindet  sich die "ernsthafte" praktische Tätigkeit in realen Lebens- und Arbeitssituationen mit dem schulischen Lernen.

Der Projekt-Verlauf selbst umfasste vier Phasen:

1. Kennenlernen & Bestand: Die Beteiligten lernten sich kennen, klärten Ziele und Ressourcen und hielten den Ist-Zustand fest. (In, - Desinteresse für das Handwerk, Interesse für einen praktischen Beruf, spezielle soziale Kompetenzen des Helfens und Miteinander- Lernens, Wünsche zur Veränderung des Schulumfeldes)
2. Entwurf, Modellbau & Auswertung: Die Beteiligten entwarfen zeichnerisch und räumlich ihre Ideen. Dieses Projekt orientiert sich eher am Prozessgedanken, der sich strukturell entwickelt.
3. Bauen & Bilden: Unter flexibler, wechselnder Präsenz der Teilnehmer wird innerhalb des vereinbarten Zeitraums die Mauer errichtet. Ausreichend Zeit verwendeten wir auf das Erreichen der erwünschten Entwicklungs- und Bildungseffekte (Aktion und Reflexion). Ein deutlicher Höhepunkt war die feierliche Eröffnung bzw. Übergabe des Objekts an die künftigen Nutzer im Rahmen des ersten Campusfestes.
4. Evaluation & Transfer: Abschließend wurden die Ergebnisse des Projekts auf vielfältige Weise gesichtet, evaluiert und durch gezielte pädagogische Maßnahmen in den Alltag übertragen.

Wer war beteiligt?

Organisationsform: Ausgewählte SuS waren beteiligt, wobei für die letzte Phase des Gestaltens nur die 8. Klassen hinzugezogen wurden. Die Gruppengrößen sind überschaubar.
Einbeziehung der Lehrkräfte: Die LK wurden in alle Phasen integriert, wobei die Fachkonferenzen WAT, Kunst und LER hauptverantwortlich sind. Alle beteiligten Lehrkräfte erhielten klar strukturierte Aufgabenstellungen.
Einbeziehung der Schulsozialarbeiterin in alle Phasen des Projektes, insbesondere bei der Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit sowie bei der praktischen Umsetzung und sozialpädagogischen Betreuung der Gruppen.

Leistung des Honorarnehmers

Er arbeitet, entwickelt, begleitet die einzelnen Phasen des Projektes, leitet die SuS fachlich an, steuert den Entstehungs- und Bauprozess, steht in der Diskussion mit den Lehrkräften und zeigt sich fachlich verantwortlich.
Filmische Begleitung des Projektes
Herr Wisniowski, der Kameramann, dokumentiert das Projekt mit Hilfe von Film und Foto. Dabei begleiten ihn Schüler/Innen, die lernen mit dieser Technik umzugehen. Das Ziel ist es, Medienkompetenzen zu entwickeln, sie effizient und kreativ einzusetzen und dadurch einen erweiterten, umfassenden Einblick in das Projekt zu bekommen.
Unter Medienkompetenz verstehen wir auch den Erwerb von Handlungskompetenzen.

Ergebnisse

Die Schüler waren von Projektbeginn an in alle Phasen der Projektarbeit eingebunden. Teamfähigkeit, Kommunikativität, Ausdauer, Stärkung des Selbstvertrauens und das planerische Können sind unter anderem die Schlüsselkompetenzen, deren Ausgeprägtheit und Nachhaltigkeit am ehesten messbar und beurteilbar sind. Alle Schüler gehen am Ende des Projektes selbstbewusster und kritischer miteinander um, weil sie gemeinsam an einem Produkt gearbeitet haben, auf dass sie am Ende stolz sind.

Das positive Miteinander ist an vielen Stellen messbar. Die jeweiligen Schülergruppen haben sich auf ein Motiv der Mosaikgestaltung geeinigt, sodass in gemeinsamer Arbeit auch ein gemeinsames Ergebnis präsentiert werden kann. Die Schüler identifizieren sich stärker als bisher mit ihrer Schule, weil die Umsetzung ihrer Ideen für alle sichtbar in den Fokus des Schulalltags gerückt ist. In Interviews und Gesprächen reflektieren Schüler ihre positive Einstellung zu ihrem Projekt und zu ihrer Schule.

SuS haben ihre Lebensumwelt selbstbestimmt verschönert. Hierbei haben sich ernsthafte praktische Tätigkeiten in realen Lebens- und Arbeitssituationen mit dem schulischen Lernen verbunden. Das In- bzw. Desinteresse für das Handwerk, das Interesse für einen praktischen Beruf sowie spezielle Kompetenzen des Helfens und Miteinanderlernens wurden während der Projektarbeit für jeden einzelnen Teilnehmer deutlich. Besser als zuvor können SuS ihre Berufsneigungen, ihre Fähig- und Fertigkeiten beurteilen.

Die Schlussfolgerung aller Beteiligten ist die, dass sich alle wünschen würden, dass es auch in der Zukunft Projekte wie dieses gibt, damit SuS ihre Kompetenzen ausbauen, Stärken erkennen und selbstbewusster auftreten können. Schüler, Lehrer und Künstler sind sich näher gekommen, haben gemeinsam handlungs- und zielorientiert gearbeitet, ihre sozialen Kompetenzen und ihre innovativen Fähigkeiten gestärkt und in den Focus ihrer Zusammenarbeit gerückt.

Das Projekt hat Auswirkungen auf die weitere Schulentwicklung. Beide Seiten, Schüler und Lehrer, verzeichnen einen Zuwachs an Kompetenzen, die im Ergebnis der Projektarbeit messbar sind. Die Schüler stärkten ihr Selbstvertrauen, entdeckten und entwickelten Schlüsselqualifikationen und bauten persönliche Stärken aus. Im Interesse aller Beteiligten liegt es, dass solche oder ähnliche Projekte auch weiterhin für Schulen angeboten werden.
Der Ausbau der Kompetenzen und die Förderung eines angenehmen Miteinanders wirken sich richtungweisend auf die Schulentwicklung aus.
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