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Carl-von-Ossietzky-Oberschule mit angegliederter Primarstufe
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Freitag, 14. Dezember 2018 - 12:22 Uhr

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Lernen lernen

Projekt Lernen LernenLernen lernen ist ein Schlüsselbegriff der Bildungsreformdebatte.

Dieser Begriff wurde durch die Empfehlungen des Deutschen Bildungsrats um 1970 bundesweit rezipiert. Damit wurde die „Fähigkeit, immer wieder neu zu lernen“ in den Mittelpunkt der Überlegungen gestellt. Zeitgleich wurde „Life-long-learning“ (Lebenslanges Lernen) als ständiges Dazulernen als quasi kumulatives Verständnis von Lernen als Variante entwickelt.
In der Folge der Bildungsreformdebatte um Lernen des Lernens entstand auch ein gleichnamiges Lehrwerk der Lernpsychologie. Es wurde 1973 vom deutschen Psychologen Sebastian Leitner veröffentlicht. Vor allem die in diesem Werk vorgestellte Methode des Lernens mit einer Lernkartei hat sich seither weltweit verbreitet (Vokabeltrainer). Seit den 1980er Jahren wird das Werk unter dem Titel "So lernt man lernen" vertrieben und auch heute noch immer wieder aufgelegt.
Leitner erklärt die Notwendigkeit, Lernenden in Schule, Studium und Beruf nicht nur Inhalte zu vermitteln, sondern auch Methoden, wie diese Inhalte möglichst schnell und nachhaltig eingepaukt werden können. Er benennt den Übergang von Lerninhalten vom Ultrakurzzeitgedächtnis zum Kurzzeitgedächtnis und von dort ins Langzeitgedächtnis als einen entscheidenden Grund, warum soviel Gelerntes wieder vergessen wird. Ein weiterer ist das "ineffektive" Wiederholen von bereits Gelerntem: Man wiederholt unterschiedslos Sachen, die man vergessen hat, und Sachen, an die man sich erinnert, und verschwendet so wertvolle Lernzeit.
Leitner erklärt in Lernen lernen, wie das Lernen mit allen Sinnen und diversen Tricks erfolgen muss, um erfolgreich zu sein. Die Schlüsseltechnik zur Umsetzung seiner Theorie ist die von ihm entwickelte Lernkartei.
Wichtig ist aber auch, die Lerninhalte wie Vokabeln dann auch schnell im Langzeitgedächtnis aufzufinden wenn sie – etwa in einer Sprechsituation oder einer Prüfung – benötigt werden. Auch hierfür liefert "Lernen lernen" Tricks. Die Methode wird in der Fachliteratur als zu eng auf Vokabeltraining bezogen bezeichnet.

In der neueren Literatur wird das Lernen des Lernens im begrifflichen Spannungsfeld zwischen Lernmethoden als Lerntraining wie bei Leitner, als Strategie der Metakognition oder als weit reichende Prinzipien des eigenständigen Lernens wie bei Beck/Guldimann/Zutavern verstanden.

Die dabei genannten Lernstrategie können in Lebenslanges Lernen ist ein Konzept, Menschen zu befähigen, eigenständig über ihre Lebensspanne hinweg zu lernen. Lebenslanges Lernen setzt auf die Informationskompetenz des Einzelnen und hat deshalb Aufnahme in viele bildungspolitische Programme gefunden.
Wissen und Fähigkeiten der Berufsausbildung und der ersten Berufsjahre genügen in den meisten Fällen nicht mehr, um eine dreißig bis vierzig Jahre lange Berufslaufbahn sinnvoll zu durchlaufen.

Nach der Schule und Berufsausbildung wird nicht nur durch Teilnahme an Veranstaltungen der Weiterbildung gelernt. Mit dem Lernen in der alltäglichen Lebensführung und durch die wechselnden Arbeitsbedingungen sowie infolge der Ansprüche einer sich ständig im Wandel befindlichen Gesellschaft bilden sich darüber hinaus auch neue Formen des informellen Lernens heraus.

Lebenslanges Lernen hat in den letzten Jahrzehnten steigende Aufmerksamkeit erhalten und hat den Einzug in viele bildungspolitische Forderungen und Konzepte (Curricula) gefunden. Die Europäische Kommission hat daraufhin ein "Memorandum über lebenslanges Lernen" vorgelegt. Auch im Regierungsprogramm Österreichs ist 2004 die Zielsetzung des "lebensbegleitenden Lernens" ein Schwerpunkt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (Deutschlands) schreibt 2004: "Lebenslanges Lernen hilft, den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken und Ausgrenzung soweit wie möglich zu vermeiden. Im Rahmen einer Gesamtstrategie soll das Ziel verfolgt werden, die Bildungsteilhabe zu erhöhen, allen Menschen mehr Chancen zur persönlichen, ihren Begabungen entsprechenden gesellschaftlichen und beruflichen Entwicklung zu ermöglichen und den Standort Europa mitzugestalten" (http://www.bmbf.de/de/411.php, Stand November 2004).

Trotz dieser vielfältigen Bezüge auf den Begriff des Lebenslangen Lernens ist es nicht möglich, eine Definition davon zu geben, was denn genau damit gemeint ist - zum Beispiel die Forderung nach einer größeren Durchlässigkeit des Bildungssystems oder die Möglichkeit der Zertifizierung informell erworbener Kenntnisse,allen Fächern und Inhaltsbereichen implementiert werden.

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